Vorbericht

3 Jahre, männlich, Mischling, 8,8kg "Wasti"; Zuweisung von Dr. Kampichler aus Gloggnitz.
Seit 5 Wochen intermittierende Lahmheit 4. Grad hinten rechts. Hatte vor 53 Tagen eine Hüftgelenkluxation rechts nach Raufen mit einem Rottweiler, welche gedeckt reponiert wurde.

Befund

Allgemeinverhalten ruhig, Zahnstein, Lidbindehaut blassrosa, T = 39,3°, Herztöne rein, Lahmheit intermittierend 4. Grad hinten rechts, Kniescheibe beiderseits nicht luxierbar
orthopädische Untersuchung – Gelenke frei, nicht schmerzhaft

Röntgen

Knie- und Hüftgelenke röntgenologisch ohne Besonderheiten

Nativröntgen LWS/Kreuzbein sd; Malformation des 7. Lendenwirbel (L7)
Stenose des Wirbelkanal auf Höhe L7/S1; Myelogramm – 3,5ml Iopamidol 20% sub-occipital
Kontrastmittelstop auf Höhe von L7

vd Aufnahme
CT im Institut für bildgebende Diagnostik in Eisenstadt (Dr. Gabmeyer)
Übersicht Sagittalschnitt
sl. # 3
sl. # 4
sl. # 5
sl. # 6
sl. # 7, hochgradige Stenose des Wirbelkanal
sl. # 8, Wirbelkanal wird wieder geräumiger

Diagnose

Malformation L7, Cauda equina Kompressions-Syndrom L7/S1

Therapie

Laminectomie L7 caudal und S1
Freilegung der Cauda equina - das deutlich komprimierte Gewebe quillt förmlich hervor
freigelegte Cauda equina; autologes Fettimplantat und routinemäßiger Verschluss

Weiterer Verlauf

Entlassung nach Hause am nächsten Tag
Prednisolon 1mg/ kg KGW p. o. SID ausschleichend auf 1/4mg/kg KGW jeden 2. Tag für sechs Wochen
Amoxicillin 100mg BID p.o. für 10 Tage
Nahtentfernung bei Dr. Kampichler

telefonische Kontrolle am 6. postoperativen Tag
geht sehr gut

telefonische Kontrolle nach 7 Monaten
geht sehr gut, keine Lahmheit

telefonische Kontrolle nach 3 ½ Jahren
geht sehr gut, keine Lahmheit