Vorbericht

6 Jahre, weiblich, Rauhhaar-Dackel, 10,8kg "Milli"; Autounfall, akute Atembeschwerde

Befund

matt, stehfähig, T = 38,9°, Lidbindehäute blassrosa, hochgradige Atembeschwerde, Herztöne nicht hörbar, Lahmheit 4. Grad hinten rechts

Venenkatheter rechte Vena cephalica antebrachii, Ringer Lactat Lösung iv,
30mg Tolfenaminsäure iv, 250mg Amoxicillin im, cranial Hochlagerung


Röntgen Thorax ds und dv

Zwerchfell nicht abgrenzbar, weichteildichte Verschattung im Thoraxraum, Konturen des vorgefallenen Magen erkennbar

Diagnose

Hernia diaphragmatica
rechts Fibulafraktur

Behandlung

Sedierung
Vertiefung mit Propofol langsam iv nach Wirkung bis intubationsfähiges Stadium erreicht ist - Intubation
Sauerstoff-Isofluran Inhalationsanästhesie, intermittierende positive Druckbeatmung

Zugang via Laparatomie, Exploration von Brust- und Bauchhöhle, Vorfall von linkem Leberlappen, Magen, Milz und Omentum
Reposition, Naht des Diaphragma Polyglactin 910 0 fortlaufend, Pleuraldrain

Naht Polyglactin 910
fortlaufend
Pleuraldrain

Quetschfurche der Milz
postoperatives Bild, Intracutannaht, Pleuraldrain
Röntgen Thorax ll postoperative Aufnahme
Thorax dv postoperativ
"Milli", 8 Monate nach dem Unfall

Weiterer Verlauf

stationäre Aufnahme für 5 Tage
Absaugung von 2 – 30ml blutiger Flüssigkeit pro Tag aus dem Pleuraldrain#
Entfernung des Drain und Entlassung nach Hause nach 5 Tagen

14. Tag:
Kontrolle
Allgemeinverhalten ruhig und aufmerksam, Lidbindehäute blassrosa, T = 39,0°, Ht rein, vesikul. Atemgeräusch, A = 20, Heilung per primam, Nahtentfernung